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Moderne Faust-Inszenierung begeistert Harener Gymnasiasten

Etwas Heiteres, Rasantes und Leichtes

Haren. Goethes Faust ist eigentlich eine Tragödie mit57 Rollen. In der Aula des Harener Schulzentrums haben sich Schüler des Gymnasiums davon überzeugen lassen, dass alle Hauptfiguren dieses zeitlos spannenden Klassikers der Weltliteratur nur von zwei Schauspielern dargestellt werden können.


In die unterschiedlichsten Rollen schlüpften Daniela Frese und Günther Keilhauer im Faust-Stück.


Mit dem Theaterstück „Fast Faust“ präsentierten Daniela Frese und Günther Keilhauer – von der Kulturschule Leipzig – Goethes Faust als etwas Heiteres, Rasantes und Leichtes, was den Schülern den Zugang zur berühmten Tragödie erleichtern sollte.

Die beiden dynamischen Schauspieler schlüpften abwechselnd in die Rollen von Faust, Mephisto oder Gretchen, entpuppten sich als Hexe, Erdgeist oder Gretchens Bruder Valentin. Dabei wurde Goethe im Original gesprochen, verkürzt zwar, aber unverfälscht, auf das Wesentliche konzentriert mit brillanter Gestik und Mimik. Der Titel „Fast Faust!“ könnte auch doppeldeutig gelesen werden, vom Englischen „fast“ abgeleitet als „der schnelle Faust“ bis zum Deutschen: „fast“ Faust.

Während der Aufführung gab es für die Gymnasiasten viel zu lachen. So bei coolen Sprüchen wie etwa „Siehst, jetzt kucken die im Publikum schon wieder so komisch“. Zudem durften die Schüler das Volk mimen, das dem Hauptakteur auf dessen Osterspaziergang zujubelte.

In einer rasanten Komödie wurde das Stück werkgetreu, aber in atemberaubendem Tempo dargeboten. In 90 Minuten, witzig, humorvoll und trotzdem in ernsthafter Auseinandersetzung mit der wohl größten deutschen Tragödie. Mit kuriosen Fakten rund um Goethe unddeutsche Klassik reduzierten die beiden Akteure Faust gekonnt auf das, was die Botschaft des Stückes – das Sinnen und Suchen – ausmacht.

Eine gelungene Mischung aus Klassik und Komödie, für die das Publikum die Schauspieler Frese und Keilhauer mit begeistertem Applaus belohnte.

 


Zur Uraufführung am Kleist-Theater , Frankfurt/Oder, 29.01.1999

„Märkische Oderzeitung“, 27.01.1999, Vorankündigung

„Ein respektloser Faust in der Sparversion: Lustspiel von Albert Frank hat am Kleist-Theater Premiere. „fast Faust“ ist der respektlose Titel, unter dem der Autor Albert Frank sich mit dem wohl am häufigsten bearbeiteten Stoff der deutschen Literaturgeschichte auf seine eigene Weise auseinandersetzt. Sein Stück „fast Faust“ feiert am Freitag im Theatercafé des Kleist-Theaters Frankfurt/Oder Premiere. Wer den „Faust“ in der Goethe-Version bisher nur als anstrengenden Lehrstoff kennen gelernt hat, kann sich jetzt auf eine komische Neuerzählung der Geschichte freuen.“
„Beschränkt auf die Schlüsselszenen von Goethes Klassiker präsentiert der Autor und Regisseur Frank eine vergnügliche Stunde sehenswerter Schauspielkunst.“
„Alles in allem hält das Programm (...), was es verspricht: Einen kurzweiligen Theaterspaß mit einer wohldosierten Prise Slapstick, ohne dabei in Klamauk abzugleiten.“


 „Altmark Zeitung“, 24.09.2001


„Albert Frank hat mit seinem „fast Faust“ eine Version des großen Klassikers geschaffen, der selbst dem größten Theatermuffel den Stoff noch interessant vermitteln dürfte. Gerade für Jugendliche ist die Interpretation eine gute Alternative.“

Zur Aufführung im Packhaus Theater, Bremen

„Weser Kurier“, 29.10.05

„Die Faust Tragödie hat schon ihren Schöpfer Goethe lebenslang beschäftigt- von den ersten Ideen um 1770 bis zum Erscheinen der Tragödie zweiter Teil im Todesjahr 1832. Eine Gesamtaufführung dauert 18 Stunden. Kein Wunder, dass sich die Nachwelt mit dem Brocken müht. [...]Daher kam [...] Albert Frank auf die Idee, sich dem ersten Teil auf humorvolle Weise neu zu nähern und in um eine kommentierende Parallel- Handlung zu ergänzen.[...]Das Hauptanliegen funktioniert: Man wird nicht nur gut unterhalten, sondern auch wieder neugierig auf Goethes Figuren und Szenen, die man mitunter aus ungeahnt neuem Blickwinkel sieht. So mancher im Publikum wird sich vorgenommen haben, den Faust erneut zu lesen. Beim Rezensenten liegt er auch wieder auf dem Nachttisch.“

 
 
 
 

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