Augistinianum Gaesdonck 

„Weggeschaut ist mitgemacht“

Theater der Kulturschule Leipzig zum Thema Mobbing

Mobbing – Ein gesellschaftliches Problem? Zumindest ein Thema, dem man sich stellen muss. Das fanden zu Beginn des Schuljahres auch die Schulleitung und Lehrer der Gaesdonck. „Weggeschaut ist mitgemacht“ : Das Angebot der Kulturschule Leipzig wurde aufgegriffen und diese war nun mit ihrem Theaterstück am Montag, dem 6.Februar 2012, in unserer Schule zu Gast. Die Klassen 5 bis 9, d.h. ca. 450 Schüler und ihre Klassenlehrer, trafen sich zunächst zum Theater in der Aula. Eindruckvoll stellten die Schauspieler, in vielfältigem Rollenwechsel, eine Mobbinggeschichte und deren Folgen dar.

Im anschließenden Feedback wurden nicht nur Fragen gestellt, sondern anhand von Fallbeispielen überlegten die Schüler, in welchen Situationen es „nur“ um Streit oder Ärgern geht und wo eindeutig Mobbing vorliegt.

Eine „Blitzbefragung“ zur Klassen- und Schulsituation, bei der nur mit Ja oder Nein geantwortet werden konnte, beendete die Aulaveranstaltung.

Danach wurde in den Klassen weiter an dem Thema gearbeitet. Auch in den folgenden

Politikstunden wird es um das Thema Mobbing gehen. Dabei wird der Schwerpunkt des Theaterstückes, die Rolle der so genannten Zuschauer oder Dulder, ebenso Berücksichtigung finden wie die Fragen: Was kann eine Klasse als Gemeinschaft tun, damit erst gar kein

Mobbing entsteht, was, wenn es bereits in der Klasse existiert?

Arbeitsergebnisse werden im Laufe der Woche in der Pausenhalle präsentiert.

Weggeschaut ist mitgemacht!

Das gilt nicht nur für Schüler, sondern auch für alle am Erziehungsprozess Beteiligten.

Versuchen wir gemeinsam, hinzuschauen und etwas zu bewegen. 


Albrecht Dürer Schule

Maram fand: „Es wurde toll rübergebracht“

Thema Mobbing durch Theatergruppe der Kulturschule Leipzig an der Albrecht-Dürer-Schule

„Weggeschaut ist Mitgemacht“ Erstmals in Wiesbaden

Wiesbaden. „Sehr gut rübergebracht“ befand Maram, Schülerin der Klasse 6 f der Albrecht-Dürer-Realschule an der Lahnstraße. Sie war – wie alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 7 der Realschule – in ihre Aula gekommen, um das Theaterstück der Kulturschule Leipzig zu sehen, und am Ende hatten alle zum Thema Mobbing begriffen: „Weggeschaut ist Mitgemacht“. Und Ali brachte die Meinung der Schülerinnen und Schüler auf den Punkt: „Wir wollen nicht andere Mitschüler ausgrenzen, sondern in unsere Klassen einfügen“, denn „wir wollen uns wohlfühlen“. Und: „Auch in der Klasse sprechen wir viel über uns und unsere Probleme, das hilft“.

Eingeladen hatte die Kulturschule Leipzig die Schulleiterin der Realschule, Anna Marx: „Uns ist es wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich verstehen, sich gegenseitig helfen.“ Und die Schauspieler Daniela und Günther Freese, die mit ihrem Theaterstück erstmals in Wiesbaden auftraten und deren Eltern in Wiesbaden leben, machten es den Schülerinnen und Schülern sehr „einfach“, das Thema Mobbing zu begreifen. Die beiden spielten in ihrem Theaterstück in abwechselnden Rollen Farid, der aus Imponiergehabe ständig mit seinem Messer hantierte, Nils, der andere bewusst reinlegte und die Eltern, die sich nicht sonderlich für ihre „Sprösslinge“ zu interessieren schienen. Fußball und die Leistung war wichtiger als Verstehen der eigenen Kinder. Das Mobbingopfer, Kim, konnte da so seine eigenen Erfahrungen machen. „Er wurde alleine gelassen“, so Jolena in der der Vorführung sich anschließenden Unterrichtsstunde in der Klasse, denn die Schauspieler gingen auch in die Klassen, um sich mit den Schülerinnen und Schüler zum Thema Mobbing zu unterhalten. „Aus eigener Erfahrung und durch die Medien“, so meint Schauspieler Günther Freese, „haben wir uns sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt“. In den Tagen zuvor waren die Schülerinnen und Schüler der Albrecht-Dürer-Realschule eingehend durch Gespräche und Informationsmaterial durch ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer auf das Thema vorbereitet worden und so konnte Baran sofort fachlich die Frage nach Mobbing beantworten: „Wenn jemand über einen längeren Zeitraum seelisch fertiggemacht wird“. Und alle waren sich mit Maram einig: „Gegen Mobbing muss man sich wehren“. Und: „Das geht !“



Anti-Mobbing Theateraufführung an der GS-Mücke

Kulturschule Leipzig begeistert mit

                     „Weggeschaut ist mitgemacht“

Als am Donnerstagmorgen, dem 9.6.2011 die schwarzen Vorhänge im Foyer der Gesamtschule aufgehängt und eine kleine Bühne aufgebaut war, hieß es für etwa 200 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangstufe „Weggeschaut ist mitgemacht“.

In dem Theaterstück stellen zwei Schauspieler in wechselnden Rollen eindrücklich die Situation eines Schülers dar, der gemobbt wird und keine Unterstützung findet. Das Programm ist durch die Erfahrung ihrer Arbeit an Schulen und auf Anregung von Schülern entstanden.

Unterhaltsam und sprachlich an der Lebenswelt der Schüler orientiert, vermittelt es ein Bild von Ausweglosigkeit für den Neuen in der Klasse, der keine Chance erhält dazu zu gehören und der zum Schluss seine Verzweiflung in Aggression ausagiert. Hier stehen einmal nicht die Täter im Mittelpunkt, sondern - in einer etwas komplizierten Erzählstruktur - zwei Mitläufer, die im Rückblick die Ereignisse kommentieren.

Dass das Thema „Mobbing“in keiner Klasse unbekannt ist, zeigte sich in den Diskussionsrunden, die im Anschluss in den jeweiligen Klassenräumen stattfanden.

Neben der Möglichkeit inhaltliche Fragen zu klären, ging es den beiden Schauspielern vor allem darum, den Schülern zu vermitteln, dass es an jedem Einzelnen liegt, ob er sich Gruppenzwängen in der Klasse beugt oder bereit ist, auf den Ausgegrenzten zuzugehen.

Auch wenn es einigen Schülern am Anfang schwer fiel, die ständigen Rollenwechsel nachzuvollziehen, konnten alle offenen Fragen im Gespräch aufgearbeitet werden. Abschließender Kommentar eines Schülers, durch die Struktur des Stückes „müssen wir mehr nachdenken.“ Schüler und Lehrer waren sich einig, dass es der Kulturschule Leipzig mit ihrem Auftritt gelungen ist, ein schwieriges Thema packend darzustellen und einen guten Impuls zu geben sich auch weiter damit zu beschäftigen.

Wie die Initiatorin der Veranstaltung, Frau Höhn, mitteilte, soll dies, außer mit den mitgelieferten Materialien, auch in einer schulinternen Fortbildung zum Thema erfolgen. Der Förderverein der Gesamtschule unterstützte die Aufführung mit einem Zuschuss.

 
 
 
 

Grenzen im Kopf überwinden!

"Jeder soll individuell sein, aber wehe einer ist anders!"

Toleranz, Respekt - Fremdenfeindlichkeit, Rassismus. Diese Themen sind zur Zeit brandaktuell.