KONZEPTION UND ABLAUF

 „WEGGESCHAUT IST MITGEMACHT“ haben wir so entwickelt, dass das Thema  „Mobbing “ mit Theater und mit theaterpädagogischen Mitteln bearbeitet wird.

Für die Schule besteht dabei die Möglichkeit, einen akuten Mobbingfall zu lösen oder um die Schüler präventiv in ihrer Verantwortung zu sensibilisieren, auch als Ergänzung zu bereits bestehenden, gewaltpräventiven Angeboten wie Streitschlichter oder Klassenpaten.

Die erste Ebene: das Theaterstück

 In „Weggeschaut heisst Mitgemacht“ geht es um Kim, der im bereits laufenden Schuljahr neu an die Schule kommt.  Trotzdem er eine Klassenpatin, Ava, hat, wird er in der Klasse gemobbt.Die Situation ist für ihn nicht neu, auch an seiner alten Schule ist ihm das passiert. Als Ava wissen will, warum Kim sich nicht wehrt, erzählt er ihr davon. Trotzdem ist sie ihm keine Hilfe in der Klasse, obwohl die Situation immer unerträglicher wird. Sie hat Angst, auch ausgegrenzt zu werden, sie ist ja seine Klassenpatin und steht irgendwo dazwischen.

Kim wird die Situation auf ungewöhnliche Art - und zusammen mit dem Publikum  -   alleine lösen.

„ Was ist  Mobbing und was kann ich dagegen tun?“ ist die Frage , die wir stellen.

Unser Grundgedanke war, Lösungsansätze mit den Schülern zu entwickeln, damit soziale Ausgrenzungen im Keim erstickt werden. Sie lernen neue Wege, in denen Teamgeist, Aktzeptanz und Verantwortung eine Rolle spielen, kennen. Wir wollen helfen, dadurch eine konstruktive Konfliktkultur zu fördern.

Während des Theaterstückes  zeigen wir die unterschiedlichen Facetten des Mobbingprozesses. Außer  Schauspieler spielen wir mit lebensgrossne Puppen Diese Form haben wir gewählt, um dem Stück eine gewisse Abstraktion zu verleihen:es kann überall sein und jeden treffen, die Puppen agieren in dem Fall wertfrei, sind nicht personalisiert.

Das Publikum soll in verschieden Situationen entscheiden:was ist falschgelaufen? Hätte man die Situation anders lösen können?

 Die zweite Ebene : die Nachbereitung

Was bleibt?  

-  Mobbing ist kein Streit auf Augenöhe und nicht „ein bisschen ablästern“, sondern gezieltes Quälen über einen längeren Zeitraum.

-  wer schweigt und wegschaut duldet Mobbing und damit großes Leid auf Seiten der Opfer.

-  Mobbing ist ein System, jemand anderes Fertig zu machen. Und dazu gehören nicht nur der Mobber und der Gemobbte, auch Zuschauer und Lehrer spielen eine Rolle.

-  Mobbing hört nur auf, wenn man dem Mobbenden keine Plattform lässt.

-  Hilfeholen ist kein Petzen.

-  jeder hat die Verantwortung, etwas dagegen zu tun.

 Das sind unter anderem die Schwerpunkte eines nachfolgenden Gespräches mit den Zuschauern, das kann im größeren Rahmen mit allen oder in den einzelnen Klassen sein.

Außerdem

bieten wir eine konkrete Arbeit mit und in einzelnen Klassen an,während der Situationen deutlich gemacht werden und im Mittelpunkt stehen.Durch praktisches  Ausprobieren, z.B. durch Rollenspiele, entwickeln die Schüler gemeinsam Handlungsalternativen. Das könnte z.B. so ablaufen, dass einige Schüler aus jeder Klasse an den Rollenspielen teilnehmen, während die anderen projektbezogene Arbeiten in den Klassen durchführen. Zum Schluss werden die Rollenspiele, die auch Lösungen für Konfliktsituationen anbieten, vorgestellt.

Die Nachbereitung sprechen wir mit Ihnen ab, je nachdem wieviel Zeit zur Verfügung steht.

Wenn Sie eine Vorstellung buchen möchten oder weitere Informationen benötigen kontaktieren Sie uns bitte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 

Grenzen im Kopf überwinden!

"Jeder soll individuell sein, aber wehe einer ist anders!"

Toleranz, Respekt - Fremdenfeindlichkeit, Rassismus. Diese Themen sind zur Zeit brandaktuell.